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CINQUE TERRE: MUSEALE KULTURLANDSCHAFT

"Tra cielo e mare"

Die ligurische Küste Italiens gilt als eine der schönste Küstenlinie Europas. Wein- und Olivengärten, Felsenhänge und Fischerorte prägen bis heute die faszinierende "Cinque Terre". "Tra cielo e mare" (zwischen Himmel und Meer) haben die Einwohner in jahrhunderterlanger Arbeit Stein für Stein Terrassen aufgeschichtet, der Steilküste auch noch das letzte, oft nur schwer zu erreichende Stück Erde abgerungen und so diese einzigartige Kulturlandschaft geschaffen.

 

Cinque Terre - Weltkulturerbe und Nationalpark: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola, Riomaggiore

 

Wanderungen garantieren phänomenale Ausblicke


 

Vor wenigen Jahren noch der "bekannteste Geheimtip Italiens" hat sich die bizarre Schönheit der Landschaft und dieser fünf Dörfer, die teilweise wie Piratennester auf den Felsen über dem Meer kleben, inzwischen herumgesprochen und vor allem viele Wanderfreunde aus aller Welt angezogen. Selbst Italiener, eher bekannt für ihre Vorliebe für Autos und Technik, endecken hier die Attraktivität des Gehens, des langsamen Betrachtens, des Staunens.

Landschaftsverfall ist nur durch Engagement zu stoppen
Leider ist dieser Küstenabschnitt durch den Rückgang der Landwirtschaft , die sich schon seit Jahrzehnten nicht mehr lohnt und deshalb meistens nur noch nebenberuflich ausgeführt wird, massiv bedroht . An vielen Stellen kann der aufmerksame Urlauber die zusammenbrechenden Natursteinmauern sehen: Fehlt hier zunächst ein Stein, rutscht dort schon bei dem nächsten grossen Regen ein großes Stück Erde ins Meer. Schätzungen gehen davon aus, dass ohne massive Investitionen in den Erhalt des Gebietes die Orte in wenigen Jahrzehnten schon nicht mehr bewohnbar sein würden. Inzwischen sind viele freiwillige Helfer von Jugend- und Umweltorganisationen dabei, den Verfall zu bremsen .
Einfallsreich versuchen auch Communen (z.B. Riomaggiore) diesem Problem zu begegnen: Käufer von Immobilien werden beispielsweise verpflichtet, ein entsprechendes Terrain (nicht nur Haus&Garten) zu erwerben und zu bewirtschaften bzw. bewirtschaften zu lassen. Oder man kann Patenschaften für Weinberge übernehmen – muss sich dann als Gegenleistung aber jährlich seinen Wein dort selbst abholen.

UNESCO-Weltkulturerbe und Freilichtmuseum
Nicht nur die Auszeichnung durch die UNESCO als Weltkulturerbe ist ein (finanzieller) Segen - auch der Tourismus hilft dieses Open-Air-Museum zu erhalten: Die klassischen Wanderwege sind deshalb zu Recht inzwischen kostenpflichtig, der Eintritt in das Freilichtmuseum wird für den Erhalt der Wege benötigt und genutzt. Daher gibt es Tages-, 3-Tages- und Wochenkarten, in denen beliebig viele Bahnfahrten und die Nutzung der Busse enthalten sind.(Kleiner Tip: Wer mit uns wandert , lernt andere, kostenfreie Wege kennen).

Umfangreicher ÖPNV macht das Auto unnötig
Wer in einem der klassischen Cinque Terre-Dörfer wohnen möchte, reist am besten ohne Auto an, da die Parkplätze rar und teuer sind. Einmal angekommen benötigt man das Auto eh' nicht mehr, denn von früh bis spät fahren regelmässig Züge. (Die gesamte Cinque Terre hat man mit der Bahn in einer Viertelstunde durchquert.)

 

Ein Cinque Terre-Besuch ist nicht nur nachts ein Traum